Leder Gaukler - mit Sitz in Bad Reichenhall, gegründet im Jahre 1951, ist ein Familienbetrieb. Seit Firmengründung führen wir ausschließlich Leder- und Pelzmoden. Unser Unternehmen umfasst eine eigene Werkstätte mit Lederatelier, wo jede Maßanfertigung sowie Änderungen durchgeführt werden kann. Ein Großteil unseres Sortiments wird von uns selbst gefertigt.
Poststraße 1, 83435 Bad Reichenhall, Tel. 08651 / 26 31, Fax 08651 / 37 94 | Impressum
Leder Gaukler - Trachten, Pelze, Lederhosen, Säckler, Kürschner, Bayern, Bad Reichenhall, BGL, Maßanfertigungen
Leder Gaukler, Bad Reichenhall, BGL, Bayern
Leder Gaukler
WISSENSWERTES BEZÜGLICH
LEDER- UND PELZVERARBEITUNG

Lederkauf ist Vertrauenssache
Die Erfahrung, dass der Kauf von Lederbekleidung Vertrauenssache ist, dürfte schon mancher gemacht haben! Selten ist es bewusst unfaires Verhalten des Verkäufers, wenn dem Kunden eine Qualität angeboten wird, die nicht das erfüllt, was versprochen wird. Sowohl die Qualität des Leders, als auch dessen Verarbeitung sind entscheidend für den Wert des Kleidungsstückes. Der Kunde hat ein Recht zu erfahren, wie das Leder gegerbt wurde, welche Eigenschaften die verschiedenen Gerbungsarten haben und wie pflegeleicht es ist.


Wer sich für den Kauf eines Lederkleidungsstückes interessiert,
sollte deshalb folgende Dinge wissen:

Typische Kennzeichen
Leder ist durch Gerbung haltbar gemachte Tierhaut. Jede Haut ist ein gewachsenes Naturprodukt und einmalig in ihrem Aufbau, Optik, Griff und Verhalten in der Gerberei. Unsere Lederarten stammen von Wildtieren (die frei und wild lebend in der Natur zu finden sind, z.B. Hirsche, Gämse, Ziegen, Elche, Büffel) sowie von Zahmtieren wie Rindern und Kälbern. Durch das Leben in der Natur sieht man auf den Hautaußenseiten deutliche Spuren von Verletzungen, Insektenstichen, Hornstößen, Dornen- und Astschäden, Stacheldrahtschäden sowie Farbschwankungen. Das ist Natur!
Es wird häufig vergessen, dass kein aus der Gerberei kommendes Leder neu ist. Es wurde bereits über einen längeren Zeitraum getragen. Die hinterlassenen Spuren, die oben genannt sind, prägen die Haut und beweisen ein reges Leben. Solches Leder besitzt ein faszinierendes Eigenleben, Stil und Exklusivität. Kunstleder besitzt kein Eigenleben, denn jeder Meter von der Rolle gleicht dem anderen.

Trageeigenschaften von Leder
Leder ist atmungsaktiv, d.h. ein Luftaustausch findet vom Körper des Trägers durch das Leder statt, umgekehrt ist es aber nicht winddurchlässig! Bei richtiger Imprägnierung durchdringt Wasser Leder nicht. Dennoch ist Leder kein typisches Regenschutzmaterial. Leder ist elastisch und passt sich an, macht die Körperbewegungen mit und engt nicht ein. Je nach Gerbung und Einsatzbereich wird Leder weich und anschmiegsam. Es findet eine optimale Temperaturregulierung statt, es gibt keinen Hitzestau, man fühlt sich wohl.
Die vielen idealen Trageeigenschaften unterstreichen Lederbekleidung als ein Ganzjahresprodukt, dessen Investition sich lohnt. Alles in allem ist Leder eine ideale Motorrad-, Jagd- und Freizeitbekleidung für jede Jahreszeit.

Gerbungsarten
Die Pflanzengerbung (durch Vegetabil- und Lohgerbung)
Rinden, Hölzer, Früchte, Blätter und Wurzeln besonders gerbstoffhaltiger Pflanzen bilden die Grundlage dieser Gerbung. Der Griff des Leders ist fester und spezifisch schwerer als chromgegerbtes Leder. Die Haltbarkeit besticht durch den hohen Abtriebswert.

Die Chromgerbung
Chromgegerbte Leder sind widerstandsfähig und waschbar. Sie sind doppelt so reißfest wie pflanzlich gegerbtes Leder, das spezifische Gewicht ist sehr niedrig.

Die Sämischgerbung
Eine der ältesten Naturgerbverfahren ist die Sämischgerbung, welche ein sehr hautsympathisches Leder ergibt.
Der Anteil der Sämischleder in Deutschland liegt unter 10%, weil ein sehr hoher manueller Arbeitsaufwand (fast keine Technisierung möglich) gegeben ist. Lederkenner schätzen das Endprodukt des sämisch gegerbten Leders.Das Gerbmittel ist der Dorschtran, welcher mit seinem hohen Gerbsäuregehalt ein sehr gutes Sämischleder liefert. Das naturfarbene gelbe Sämischleder hat besonders gute Trageeigenschaften. Es ist weich, hautsympathisch, hygienisch und gesund. Lederbekleidung in Sämischgerbung sind kostbare Raritäten, die ihren Preis nicht zuletzt wegen der jahrzehntelangen Lebensdauer und der sehr langen Gerbzeit rechtfertigen. Man denke an Ötzi, dessen Pfeilköcher aus Sämischleder bis heute erhalten geblieben ist.

Lederarten
  • Rindsleder (Süddeutschland)

  • Rindsleder hat je nach Alter der Tiere eine feine, leicht gekörnte oder kräftig strukturiert Narbenseite. Im Vergleich zu anderen Ledern hat es ein höheres Gewicht und ist fester und kompakter. Es ist strapazierfähig, formtreu und langlebig.

  • Ziegenleder (Österreich, Bayern)

  • Markant strukturiertes Leder mit auffallender grober Narbenstruktur. Unsere Ziegenleder stammen aus dem österreichisch-bayrischen Raum und werden von einem alt eingesessenen Sämischgerber hergestellt.

  • Elchleder(Skandinavien und Kanada)

  • Im Vergleich zu anderen Wildhäuten ist Elchleder dicker, rauher, schwerer, aber auch strapazierfähiger. Es ist markant strukturiertes Leder und mit der durch die Natur bedingten Spuren von sportlicher Note. Lederliebhaber kaufen und schätzen diese knappe, hochwertige Ware.

  • Hirschleder (Bayern, Österreich, Kanada, Neuseeland)

  • Im Gegensatz zu Elchleder ist Hirschleder leichter und wesentlich feiner. Es ist knapp und somit entsprechend teuer. Unsere Hirschen werden fast ausschließlich sämisch gegerbt.

  • Gams (Österreich)

  • Gewisse Unregelmäßigkeiten im Leder sind die charakteristische Eigenart. Gamsleder gibt es wie Hirschleder bei uns nur in Sämischgerbung.

  • Büffel (Süd-Ost Asien und Italien)

  • Büffelleder ist markant strukturiertes Leder mit vielen Linien, die deutlich sichtbar über der Haut verlaufen. Hautschäden, Farbschwankungen und unregelmäßiger Ausfall gelten als echtes Gütezeichen dieser Wildhaut.
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